Serie Sfumato – Rückkehr zur Essenz
Die Kindheit ist das Land, das den Künstler nie verlässt – die erste Liebe, die erste Leidenschaft, der erste Vertrauensbruch.
Diese frühen Erfahrungen begleiten ein Leben lang.
Alles, was danach kommt, ist für mich eine Form der Kunstbeobachtung.
Das Fundament dessen, womit ich mich befasse – das, was mich immer wieder anzieht und was ich neu beleuchte und befrage –
sind die leisen eigentlichen, unauslöschlichen Spuren der Kindheit.
Annette Kunow nach CARYL PHILLIPS, Schriftstellerin
Die Serie Sfumato I–VIII entstand aus einem Moment des offenen Experimentierens. Farbe wurde nicht nur aufgetragen, sondern zuerst hergestellt: Reine Pigmente werden mit Wasser angerieben und mit einem Kunstharz-Binder zu Acryl-Dispersion verbunden. Aus dieser Mischung entstehen Oberflächen, die mal glatt und ruhig wirken, mal rau, schrundig oder glänzend.
Im Malprozess beginnt die Farbe zu sprechen. Linien tauchen auf, Formen bilden sich, lösen sich wieder auf und verschwinden im nächsten Farbzug. Es entstehen Bildräume, die sich nicht festlegen lassen – zwischen Figur und Auflösung, Bewegung und Stille.
Der Begriff Sfumato beschreibt dieses Ineinanderfließen der Übergänge. Konturen bleiben offen, als würden sie gerade erst entstehen oder sich schon wieder verflüchtigen.
Rückblickend zeigt sich in diesen Arbeiten bereits eine Nähe zu den früheren Werkreihen der Seelenwelten. Auch hier geht es um innere Landschaften – um Stimmungen, Erinnerungen und Bewegungen der Seele, die sich im Dialog mit Farbe, Material und Intuition entfalten.
Seit einem Workshop bei der Künstlerin Elvira Bach mischt Annette Kunow alle Farben selbst. Die Herstellung der Farbe wird so Teil des künstlerischen Prozesses – ein erster Schritt auf dem Weg vom Pigment zum Bild.
„Kein Ausweis von Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung).“








